| Geschichte unseres Vereinsbades Tonwerke |
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Nachdem im Jahre 1920 der Bocholter Wassersportverein gegründet wurde, benutzten die Mitglieder die an der Aa in der Nähe der Königsmühle gelegene Badeanstalt für ihre Schwimmübungen. Hier wurde auf Anregung des BWV 1921 unter Berücksichtigung der sportlichen Erfordernisse eine neue Badeanstalt gebaut. Der Verein mietete einen 50 m breiten Wiesenstreifen vom Fürsten Salm-Salm auf dem südlichen Aa-Ufer und gründete eine Damenabteilung.
Auf einem Ausflug mit dem Fahrrad kamen einige Mitglieder auch an den Tonwerken vorbei, deren Tongrube durch die Stilllegung des Betriebes voll Wasser gelaufen war.
In dieser Gegend wurden bereits während des 30-jährigen Krieges Lehm gefördert und Steine gebrannt, die u.a. zur Errichtung der Stadtmauer dienten. Die Flur- und Straßenbezeichnungen erinnern heute noch an diese Nutzung: In der Ziegelheide, An den Tonwerken, Zu den Tonwerken, Am Ziegelofen. Der Betrieb der Ziegelei wurde 1920 aus mehrerlei Gründen eingestellt.
Erstens war die Grube tiefer als die umliegenden Wiesen, so dass man das einlaufende Regenwasser auspumpen musste, was mit den um die Jahrhundertwende gebräuchlichen Pumpen nicht einfach war. Zweitens war der Transport der fertigen Ware über die sehr schlechten Wege mittels Pferdekarren beschwerlich und teuer und drittens konnte die neue Ziegelei an der Dingdener Straße billiger produzieren, weil z. B. deren Tongrube (die heutige Mülldeponie) höher lag als die Umgebung und sie von der Seite ausgebaut wurde, so dass das Regenwasser auslaufen konnte und sich somit keine Pumpprobleme ergaben.
1922 wurde ein Vertrag geschlossen über die Freigabe des Wassers in den Tonwerken mit der Verpflichtung, die alte Ziegelei und den Ringofen abzubrechen, das Gelände einzuebnen und eine massive Gebäudeeinheit unmittelbar am Wasser zu erbauen. Zwischen 1922 und 1924 wurden dann die ersten Umkleideräume und das erste Badehaus gebaut.
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